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Deine Reaktionszeit Als Reiter Verbessern

Deine Reaktionszeit als Reiter verbessern

Pferd und Reiter bewegen sich harmonisch durch das Dressurviereck oder einen (Gelände)parcours. Als Betrachter bekommt man das Gefühl von einer Einheit. Kein Ziehen, kein Drücken, kein Unmut. Um das erreichen zu können, muss der Reiter in jeder Situation – auch wenn sie unerwartet kommt, neu ist oder in schnell aufeinanderfolgenden bzw. unterschiedlichen Varianten auftaucht – optimal und prompt reagieren können. Das richtige Timing ist entscheidend. Das hängt vor allem von der Reaktionszeit des Reiters ab. Das gilt auch für den richtigen Einsatz von Lob, das immer sofort auf eine gewünschte Reaktion folgen muss, um den Lerneffekt zu steigern und dem Pferd zu signalisieren: Alles richtig gemacht. Ebenso gilt das für brenzlige Situationen. Wenn das Pferd zum Beispiel einen Satz zur Seite macht, sollte der Reiter (intuitiv) schnell reagieren können, um den Halt nicht zu verlieren.

Die Reaktionszeit beschreibt die Zeitspanne, die man benötigt, einen Reiz wahrzunehmen und darauf zu reagieren bis zum Ende der Reaktion.

Dabei wird die Reaktionszeit unterteilt in drei Phasen:

  1. Wahrnehmungszeit: Zeitspanne, bis der Impuls bewusst wahrgenommen wird.
  2. Erkennungszeit: Einschätzung, ob auf den Impuls reagiert werden muss.
  3. Entscheidungszeit: Diese Reaktion soll ausgeführt werden.

Der Reiz wird von unserem zentralen und peripheren Nervensystem aufgenommen, verarbeitet und als Befehl für eine Reaktion über die efferenten, motorischen Neuronen an die zuständigen Muskeln weitergeleitet. Das alles läuft in Sekundenbruchteilen ab. Solch eine Reaktion wird bewusst gesteuert und durchgeführt. Somit unterscheidet sie sich von einem Reflex. Durchschnittlich liegt die Reaktionszeit zwischen dem ersten (unbewussten) Sehen bzw. Fühlen eines Problems oder einer Situation bis zur Einleitung der erforderlichen Maßnahmen bei 180 Millisekunden (0,18 Sekunden). Je besser die Reaktionszeit, umso besser das gewünschte Ergebnis bzw. umso schneller wird das gewünschte Ergebnis erreicht.

Allerdings können verschiedene Umstände zu einer langsameren oder geschwächten Reaktionszeit führen. Dazu gehören Verletzungen, Krankheiten oder Nährstoffmangel, aber auch Schlafmangel, negative Stimmung, Unwohlsein, Angst oder fehlende Konzentration. Die gute Nachricht: Man kann seine Reaktionszeit verbessern. Dabei geht es vor allem darum, Umweltreize schneller verarbeiten zu können. Zum Beispiel trainiert man durch Laufen im Wald, auf unebenem Boden visuelle und haptische Signale zu verarbeiten, und ganz nebenbei werden die Ausdauer, das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem gefördert und gestärkt. Ein Reflexball oder auch Videospiele verbessern die Hand-Auge-Koordination. Gemeinsam mit anderen Reitern könnt ihr mit diesen Übungen ein Spiel daraus machen, eure Reaktionszeit zu verbessern:

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