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Faszientraining – Darum Ist Es Für Reiter Sinnvoll

Faszientraining – darum ist es für Reiter sinnvoll

Viele Reiter sind vor allem im Nacken-Schulterbereich, den Hüftbeugern und der hinteren Muskelkette bis hinunter zum Sprunggelenk eingeschränkt in ihrer Beweglichkeit. Verspannungen und eine schlechte Körperhaltung im Alltag beeinflussen unseren Sitz und unsere Fähigkeit losgelassen und im Gleichgewicht mit den Pferdebewegungen mitgehen zu können.

Was hat es also mit dem Faszientraining auf sich?

Faszientraining oder auch Faszientherapie ist eine Selbstmassage, die sich immer mehr verbreitet. Sportler beschleunigen damit die Regeneration ihres Körpers nach anstrengenden Trainingseinheiten oder setzen die Faszienrolle zum gezielten, funktionellen Training ein. „Die Faszien sind ein ganz besonderer Teil des Bindegewebes. Sie durchziehen den menschlichen Körper ohne Unterbrechung vom Kopf bis zu den Zehenspitzen“, bringt es Fitnesscoach Marcel Andrä auf den Punkt. „Muskeln, Knochen, Nerven, Blutgefäße, Organe sowie Gehirn und Rückenmark werden nicht nur von dieser ,Haut‘ umschlossen, sondern sind sogar untereinander verwoben – vergleichbar mit einem Schwamm oder einem dreidimensionalen Spinnennetz, das je nach Verknüpfung 0,3 bis drei Millimeter dick ist.“

Damit Faszien funktionsfähig sind und bleiben brauchen sie gesunde Bewegung, sie brauchen viel Bewegung. Das grundlegende Problem ist, dass wir uns nicht mehr ausreichend, den Bedürfnissen des menschlichen Körpers entsprechend bewegen. Viele Fähigkeiten unseres Körpers sind verkümmert. Die meisten von uns sitzen den ganzen Tag, meist in einer verkrampften Dauerhaltung mit stundenlanger Bewegungslosigkeit. Bei zu wenig Bewegung verfilzt das Bindegewebe. Je weniger angepasst das Fasziensystem ist, desto weniger elastisch ist der Bewegungsapparat und desto schlechter ist die Versorgung mit Nährstoffen und Flüssigkeit. Es heißt „use it or lose it“ – benutze es oder verliere es – das gilt für Knochen, Sehnen, Bänder, Nerven, Muskeln und Faszien.

Faszientraining für Reiter

Je geschmeidiger das Fasziengewebe ist, desto belastbarer und weniger anfällig ist es für Schmerzen. Doch genauso wie Muskeln können auch Faszien überlasten, verhärten bzw. verkümmern, wenn sie entweder falsch oder gar nicht gefordert werden. So können Verletzungen, Narbenbildung, Entzündungen oder immer wiederkehrende Überlastung die Struktur der Faszien verändern und die Elastizität verringern. Während Muskeln elastisch sind und immer wieder schnell in ihre Ursprungsposition zurückkehren, sind Faszien dagegen plastisch. Sie nehmen oft die Form und Beschaffenheit an, die ihnen abverlangt wird. Können sie diese Anforderungen nicht leisten, „verfilzen“ sie beziehungsweise bilden sogenannte Cross-Links (Querverbindungen) oder reißen gar. Wenn beispielsweise der Schulter-Nacken-Bereich aus dem Lot gerät, ist meist der Nacken überstreckt und der Schulter- und Brustbereich verkürzt. Dann vernetzen sich die Faszien in diesem Bereich verstärkt. Das sieht man oft bei Reitern, denen es schwerfällt, die Schultern locker nach hinten zu nehmen und aufrecht im Sattel zu sitzen.

Faszientraining mit der BLACKROLL®

Durch gezieltes Faszientraining mit der BLACKROLL® können verdickte Faszien wieder flexibel und geschmeidig gemacht werden. Den Effekt bzw. eine Verbesserung spürt man meistens schon sofort nach jeder Anwendung.

Generell sollte man beim Faszientraining darauf achten, nicht über die eigene Schmerzgrenze hinaus zu massieren. Dann verkrampft sich die Muskulatur, was sich kontraproduktiv auswirkt. Außerdem sollte man bei Verletzungen und Beschwerden wie z.B. Rückenschmerzen vorsichtig sein und evtl. zunächst einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen.

Weitere wissenswerte Tipps findest du übrigens auch in unseren anderen Blogbeiträgen. Um deine individuellen Übungen und Homeworks zu erhalten, kannst du dich hier zum DressurFit® Programm anmelden: Jetzt anmelden.

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