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Fokus Und Präsenz Beim Reiten – Worauf Kommt Es An Und Wie Kann Ich Das üben

Fokus und Präsenz beim Reiten – worauf kommt es an und wie kann ich das üben

Tagtäglich ist man einer schier unbegrenzten Informationsflut ausgesetzt – überwiegend unwichtige Dinge. „Deshalb ist Klarheit alles“, betont Benjamin. „Du musst im Kopf Platz haben, um aufnahmefähig zu sein.“ Um den Kopf frei zu bekommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: „Ich bin jemand, der durch das Reiten selbst klar wird und ich bin oft nach dem Reiten psychisch erholter. Aber auch regelmäßiges Meditieren hilft mir. Dabei konzentriere ich mich auf meine Atmung. Das kann ich dann auf das Reiten übertragen. Auch im Sattel muss ich mich auf eine Sache konzentrieren – auf das Pferd, auf das Reiten, auf den Durchsprung in der Pirouette zum Beispiel oder darauf, dass das Pferd sein Genick oben trägt. Dann komme ich in einen Flow.“ Benjamin nimmt sich jeden Morgen einen Moment Zeit, um sich auf seine Atmung zu konzentrieren. „Dadurch fühle ich mich aufnahmefähiger und leistungsfähiger. Ich bin mehr im Hier und Jetzt.

Der Dressurprofi hat noch einen weiteren Tipp für mehr Fokus und Präsenz beim Reiten: „Wenn ich abgelenkt bin, rede ich mit meinem Pferd. Über das Reden komme ich zu meinem Pferd und bin ganz bei meinem Pferd. Ich kann meine Konzentration wieder auf das Wesentliche lenken. Oder ich pariere durch zum Schritt, um mich wieder neu zu fokussieren. Ich drücke sozusagen den Reset-Knopf.“

Besondere Anforderung: Prüfung reiten

Um erfolgreich in einer Prüfung zu sein, ist vor allem eines wichtig: Fokus. „Immer die nächste Lektion reiten wollen, Fehler abhaken können und nach vorn schauen“, fasst es Benni kurz und prägnant zusammen. „Nervosität sollte man annehmen und ins Positive umwandeln. Das kann man gezielt trainieren, genauso wie beispielsweise Liegestütz. Man wird klar im Kopf. Das heißt nicht, dass ich auf Turnieren nicht nervös bin, aber es gelingt mir meistens, mich auf meine Stärken zu konzentrieren und mich selbst positiv zu ,programmieren‘. Außerdem liegt mein Fokus auf der Entwicklung, nicht ausschließlich auf dem Erfolg. Das heißt, ich konzentriere mich nicht darauf, auf Platz eins, zwei oder drei zu landen, sondern darauf, was gelingen soll – bestimmte Lektionen beispielsweise. Der Erfolg ist dann ein Resultat der Entwicklung.

Im folgenden Interview erklärt Benni, was er mit „Flow“ meint und Jessica verdeutlicht, wie sehr die eigene Körperkontrolle mit einem entspannten, konzentrierten Pferd zusammenhängt. Denn Konzentration, Fokus und Körperkontrolle helfen auch gegen vermeintliche „Schreckgespenster“ am Viereckrand.

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