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Das Genick Des Pferdes – Immer Der Höchste Punkt?

Das Genick des Pferdes – immer der höchste Punkt?

In welcher Kopf-Hals-Haltung man ein Pferd reiten sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Das hängt vom Pferd, seinem Ausbildungsstand und der Tagesform ab. Egal, wie oder was man trainiert, das Ziel sollte immer ein losgelassenes, zufriedenes und über den Rücken schwungvoll vorwärts gehendes Pferd sein.

In den Richtlinien der FN (Band 1) heißt es dazu: „Die Kopf-Hals-Haltung des Pferdes ist das Ergebnis eines richtigen und gefühlvollen Abstimmungsprozesses zwischen treibenden und verhaltenden Hilfen des Reiters. Sie soll allmählich im Verlauf der Lösungsphase entwickelt werden. … Die Kopf-Hals-Haltung des Pferdes wird so angestrebt, dass sich die Stirn-Nasenlinie des Pferdes etwas vor oder an der Senkrechten befindet.“

Das Pferd entscheidet, welche Kopf-Hals-Haltung für den Tag, für diese Trainingseinheit die beste ist. Das kann eine ausgedehnte Lösungsphase sein, in der der Reiter das Pferd ausgiebig vorwärts-abwärts reitet, so dass das Pferd den Hals fallen lassen, sich dehnen und strecken kann. Den Kopf und das Genick trägt es dabei etwas tiefer, die Nüstern sind auf Höhe des Buggelenks.

Individuelles Training

Bei manchen Pferden besteht das Training eine zeitlang hauptsächlich aus einer Lösungsphase, bei anderen schließt an eine kurze Lösungsphase die Arbeitsphase an, in der der Reiter das Pferd mehr in (relativer) Aufrichtung reiten kann und das Pferd seinen Hals höher trägt. Das Genick ist der höchste Punkt. Wieder andere Pferde fallen auf die Vorhand und „bohren“ in den Boden, wenn man sie zu deutlich bzw. zu lang vorwärts-abwärts reitet. Bei diesen Pferden ist es effektiver, man reitet sie vermehrt nach oben, so dass sie sich selbst tragen, bei offener Ganasche und leichtem Genick. Wie man das Pferd auch eingestellt hat, wichtig ist immer, dass die Hinterhand fleißig unter den Schwerpunkt fußt, das Pferd den Rücken aufwölbt, die Unterhalsmuskulatur locker ist und das Pferd an das Gebiss herantritt.

Das Pferd in jede Richtung gymnastizieren

So wie das Pferd sich verändert, muss sich aber auch das Training verändern und anpassen. „Es gibt nicht nur die eine oder andere Richtung, in die das Pferd trainiert werden sollte“, betont Benjamin. „Wir gymnastizieren unsere Pferde in jede Richtung.“ Was er damit meint, worauf er im Training besonders achtet und ob er eine bestimmte Kopf-Hals-Haltung bevorzugt, verrät er im Interview:

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